Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage für das Sicherheits- und Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen. Als Arbeitgeber haben Sie die Pflicht, diese Beurteilung regelmäßig durchzuführen, zu aktualisieren und zu dokumentieren.

Die Gefährdungsbeurteilung kann vom Arbeitgeber selbst oder von externen fachkundigen Personen durchgeführt werden. Eine Beauftragung sollte immer schriftlich erfolgen und genau beschreiben, welche Aufgaben und Kompetenzen übertragen werden. Die rechtliche Verantwortung für die Beurteilung bleibt aber in jedem Fall beim Arbeitgeber.

Rechtliche Vorschriften:

  • Arbeitsschutzgesetz
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Gefahrstoffverordnung
  • Biostoffverordnung
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
  • Lastenhandhabungsverordnung
  • DGUV Vorschrift 1
  • DGUV Vorschrift 2
  • Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern
  • Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung

In 7 Schritten zur Gefährdungsbeurteilung

  1. Arbeitsbereiche und Tätigkeiten erfassen
  2. Ermitteln der Gefährdungen
  3. Beurteilen der Gefährdungen
  4. Arbeitsschutzmaßnahmen festlegen
  5. Maßnahmen durchführen
  6. Wirksamkeit überprüfen
  7. Fortschreiben der Gefährdungsbeurteilung
Dokumentation von Gefährdungen am Arbeitsplatz zwecks Prävention von Arbeitsunfällen
Dokumentation von Gefährdungen am Arbeitsplatz zur Vermeidung von Arbeitsunfällen.

Definition

Die Gefährdungsbeurteilung beschreibt den Prozess der systematischen Ermittlung und Bewertung aller relevanten Gefährdungen, denen die Beschäftigten im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind.

Das Ziel besteht darin, Gefährdungen bei der Arbeit frühzeitig zu erkennen und diesen präventiv entgegenzuwirken. Damit sollen Arbeitsunfälle vermieden bzw. wesentlich vermindert werden.

Wer ist in der Pflicht?

Die Verpflichtung zur Durchführung und Dokumentation ergeben sich aus den §§ 5 und 6 des Arbeitsschutzgesetzes, sowie weiteren Verordnungen:

  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung (ArbmedVV)
  • Arbeitsstätten-Verordnung (ArbStättV)
  • Betriebssicherheits-Verordnung (BetrSichV)
  • Bildschirmarbeits-Verordnung (BildscharbV)
  • Biostoff-Verordnung (BiostoffV)
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  • Künstliche optische Strahlungs-Verordnung (OStrV)
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV)
  • Lastenhandhabungs-Verordnung (LastenhandhabV)
  • Mutterschutz-Richtlinienverordnung (MuschRLV)

Wer führt die Dokumentation durch?

Der Arbeitgeber ist der Normadressat für die Erstellung. Er ist dabei jedoch gut beraten, wenn er sich externe fcahkundige Unterstützung bei:

  • der Fachkraft für Arbeitssicherheit,
  • dem Betriebsarzt,
  • dem zuständigen Vorgesetzten,
  • dem Sicherheitsbeauftragten

oder weiteren Spezialisten holt.

Anlässe für die Gefährdungsbeurteilung?

Grundsätzlich muss eine Gefährdungsbeurteilung für jeden Arbeitsplatz vor Aufnahme der Tätigkeit erstellt werden. Für eine Aktualisierung können z.B. diese Gegebenheiten sein:

  • Verwendung neuer Arbeitsstoffe
  • Veränderung von Arbeitsmitteln und Maschinen
  • Änderungen von Arbeitsbereichen und Verkehrswegen
  • Änderungen von Arbeitsverfahren und Tätigkeitsabläufen
  • Änderungen der Arbeitsorganisation
  • Auftreten von Unfällen, Beinaheunfällen, arbeitsbedingten Erkrankungen und Berufskrankheiten
  • Auftreten von Belastungen und Beschwerden
  • Änderung von Vorschriften

Eine Beurteilungsdokumentation muss geändert werden, wenn sich die Arbeitsbedingungen für den Beschäftigten ändern.

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