Wann? SiGeko Sicherheits- und Gesundheitskoordinator nach Baustellenverordnung

Eines vorweg: Einen SiGeKo nicht zu bestellen kann für Sie teuer werden und unter Umständen vor dem Strafrichter enden.

Wieso benötige ich einen SiGeKo?

Durch den SiGeKo soll die Sicherheit und der Gesundheitsschutz für die Beschäftigten auf Baustellen verbessert werden und dadurch die überproportional hohen Arbeitsunfälle auf Baustellen verhindert werden.

Auf Baustellen gibt es ein besonderes hohes Gefahrenpotenzial, da dort viele Gewerke (Menschen) tätig sind und sich die Arbeitsbedingungen ständig ändern können.

Was ist eine Baustelle?

Eine Baustelle ist ein Ort, an dem ein Bauvorhaben ausgeführt wird.

Was ist ein Bauvorhaben?

Ein Bauvorhaben ist eine bauliche Anlage, die auf Veranlassung eines Bauherrn (in privater oder gewerblicher Nutzung) errichtet, geändert oder abgebrochen wird.

Wer benötigt einen SiGeKo?

Jedes Bauvorhaben (egal ob für die gewerbliche oder privater Nutzung) auf die mehrere Beschäftigte verschiedener Arbeitsgeber tätig sein werden.

Beispiele:

  • Fassadenanstrich eines Hauses (mindestens 2 Arbeitgeber, Gerüstbauer und Maler)
  • Bau eines Eigenheims oder ein neues Firmengebäude (mehrere Arbeitgeber, z.B. Rohbauer, Putzer, Heizungsbauer u.v.m.)

Wer darf als SiGeKo tätig werden?

Dieses ist in der RAB 30 genau konkretisiert, hier steht dazu geschrieben:

“Geeigneter Koordinator im Sinne der BaustellV ist, wer über ausreichende und einschlägige

  • baufachliche Kenntnisse,
  • arbeitsschutzfachliche Kenntnisse und Koordinatorenkenntnisse sowie
  • berufliche Erfahrung in der Planung und/oder der Ausführung von Bauvorhaben verfügt, um die in § 3 Abs. 2 und 3 BaustellV genannten Aufgaben fachgerecht erledigen zu können.”

 Foto: Ian Allenden / 123rf.com